4. Sonntag der Fastenzeit 2017

Segnet eure Verfolger; segnet sie, verflucht sie nicht

Brief an die Gemeinde in Rom 12,14

Die Bettlerin an der Kirchentür in Rom hat mir eine Verwünschung nachgerufen, als ich an ihr vorbeiging. Kurz stockte mein Schritt. Zurückgehen, doch eine Münze geben? Angst vor einem Fluch also?Tief in uns drinnen sitzt die Furcht vor einem Fluch. Wenn auch bei Tageslicht der Verstand darüber lächelt: heimlich ist es da, dieses Unbehagen. Und wenn ich mich gar nicht mehr wehren kann, dann bleibt als letztes Mittel die Verwünschung der Verfolger. Irgendeine namenlose Macht wird schon wirken.

Paulus bürstet diese Logik gegen den Strich: Tut genau das Unerwartete, segnet sie! – und wer weiß, welche Macht dann wirkt! Verstrickt euch nicht in die Dunkelheit von Fluch und Rachephantasien.

Neben der uneingestandenen und irrationalen Angst vor einem Fluch: Wo bleibt der Glaube daran, dass Segnen wirkt?!

Claudia Sticher

Restaurierung der Hasseler Kapelle

An der Lünener Straße steht auf einem kleinen Hügel, dem Hilgenknapp, die Kreuzkapelle, heute „Hasseler Kapelle“. Sie wird geschmückt von einem ehrwürdigen, großen romanischen Kruzifix aus dem 12. Jhrd, der Zeit der Kreuzzüge. Obwohl sie nie als offizielle Wallfahrtskapelle gedient hat, haben stets viele Gläubige im Gebet vor Christus um Hilfe in Not oder bei Krankheit gebeten. Während des 30-jährigen Krieges (1618 – 1648) fiel die Kapelle in die Hände der Schweden, das Kreuz konnte allerdings, hinter dem Altar der Borker Pfarrkirche versteckt, gerettet werden. Nach der Zerstörung der alten Kapelle, wurde an gleicher Stelle 1725 durch den Cappenberger Probst Johannes von Ketteler mit dem Bau der heutigen Hasseler Kapelle begonnen, die am 12. Oktober 1755 eingeweiht wurde.

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