Pfarrgemeinde St. Ludger Selm

Im Bauch des Wals: Kitas in Selm erleben Kinderbibelwoche

Eng, dunkel, ein bisschen unheimlich – und trotzdem irgendwie aufregend: In den vergangenen Wochen konnten Kinder in Selm hautnah erleben, wie es sich anfühlt, im Bauch eines Wals zu sitzen. In den sechs katholischen Kindertageseinrichtungen der Pfarrei St. Ludger stand die Kinderbibelwoche mit der Geschichte von Jona und dem Wal als rotem Faden auf dem Programm.

Nicht nur zuhören, sondern mittendrin sein

Tag für Tag verfolgten die Kinder, wie Jona seinen Auftrag erhielt, nach Ninive zu gehen, wie er die Flucht ergriff, einen heftigen Sturm auf See überstand und am Ende im Bauch eines riesigen Fisches landete. Erzählt wurde kindgerecht, aber das Besondere war: Es blieb nicht dabei. An verschiedenen Stationen haben die Kinder gebastelt, gemalt und ihre Eindrücke auf ganz eigene Weise festgehalten. Das Highlight der Woche war ein eigens gestalteter Wal, in den die Kinder hineingehen konnten. Drinnen war es eng, dunkel und still. Diese Erfahrung eröffnete Gespräche darüber, was es bedeutet, sich allein zu fühlen, Angst zu haben – und darauf zu vertrauen, dass man nicht verlassen ist.

Wir sind nicht allein 
 
Immer wieder wurden die Kinder eingeladen, ihre eigenen Gedanken einzubringen: Was hätte ich an Jonas Stelle gemacht? Wovor habe ich Angst? Wer gibt mir Mut? Dabei wurde immer wieder deutlich: So wie Jona seinen Weg nicht allein gehen musste, dürfen auch wir darauf vertrauen, dass Gott uns auf all unseren Wegen begleitet – egal, wohin sie uns führen und wo wir gerade sind. So wurde die alte biblische Geschichte zu einer ganz persönlichen Erfahrung, die weit über das reine Erzählen hinausging. Die Kinderbibelwoche zeigte eindrucksvoll, wie lebendig Glauben vermittelt werden kann, wenn Geschichten nicht nur gehört, sondern erlebt werden dürfen. 
 

Sechs Kitas, eine gemeinsame Reise

Alle sechs Einrichtungen der Pfarrei St. Ludger (St. Ludger, St. Marien, St. Martin, St. Fabian und Sebastian, St. Josef, St. Stephanus) machten mit. Die Kita-Teams haben die Tage mit viel Einsatz vorbereitet und begleitet. Am Ende nahmen die Kinder nicht nur selbstgebastelte Erinnerungsstücke mit nach Hause, sondern auch Fragen und Gedanken, die noch eine Weile bleiben dürften.